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9. November 2020: 9. November: Der Schicksalstag der Deutschen

Die Vorsitzende der SPD Uslar/Solling Heidi Emunds und SPD Fraktionsvorsitzende Sonja Gierke haben am 9. November an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. „Es geht uns um die Gleichgültigkeit und gegen das Vergessen“, mahnt Heidi Emunds. „Erinnern kann vor geistigen Brandstiftern schützen“, ergänzt Gierke. Im Rahmen der SPD Stadtratsfraktionssitzung ging Gierke auf den Schicksalstag der Deutschen ein und erinnerte an die Novemberpogrome.

Auf den 9. November fällt eine Reihe von Geschehnissen, die für die jüngere deutsche Geschichte als politische Wendepunkte mit teilweise auch internationalen Auswirkungen betreffen.

In der rückwirkenden Betrachtung gelten die Jahrestage des Mauerfalls 1989 in Berlin, des Beginns der Novemberpogrome 1938, des Hitlerputsches 1923 in München und 1918 die Ausrufung der Republik in Deutschland als Datum der Novemberrevolution in Berlin.

Diese historischen Daten bilden in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands, insbesondere die im 20. Jahrhunderts.

„In mahnender Erinnerung an die Novemberpogrome des NS-Regimes gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus – möchten wir heute besonders erinnern. Nach einem Mordanschlag auf einen deutschen Diplomaten in Paris inszenieren die Nationalsozialisten die Novemberpogrome. In ganz Deutschland und Österreich wurden jüdische Geschäfte und Einrichtungen demoliert, Scheiben eingeschlagen, Synagogen in Brand gesteckt und große Angst verbreitet. Hunderte von Juden wurden innerhalb weniger Tage ermordet. Diese Ereignisse markieren den Übergang von der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden in der Diktatur des Nationalsozialismus. Während des Zweiten Weltkriegs mündet der nationalsozialistische Antisemitismus in den heute als Holocaust bezeichneten Völkermord an sechs Millionen europäischen Juden und weiteren aus rassistischen Gründen ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen in den Vernichtungslagern des NS-Regimes. Und im Gedenken an dieses Unheil erinnern wir am heutigen Jahrestag und das genau diese Geschichte sich niemals wiederholen darf.“

Anschließend wurden von den Fraktionsmitgliedern Kerzen in einer Schweigeminute entzündet.

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