Hausarztversorgung in Uslar gefährdet: SPD startet Petition und Unterschriftenaktion

Die SPD Uslar/Solling schlägt Alarm: Mit dem Ausscheiden von Frau Münch aus dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) zum 30. Juni droht für rund 1.500 Patientinnen und Patienten im Uslarer Land eine erhebliche Verschlechterung der hausärztlichen Versorgung.

Zwar wird aktuell nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger gesucht, bislang konnte die Stelle jedoch nicht dauerhaft neu besetzt werden. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich deshalb, wie ihre hausärztliche Betreuung künftig sichergestellt werden soll.

SPD warnt seit Jahren vor dieser Entwicklung

Für die SPD kommt die aktuelle Situation nicht überraschend. Bereits seit Jahren weist sie auf die Herausforderungen bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum hin. Im September 2024 brachte die SPD-Kreistagsfraktion deshalb einen Antrag zur Einrichtung eines Regionalen Versorgungszentrums für die Region auf den Weg.

Damals sahen Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sowie Bürgermeister Torsten Bauer die hausärztliche Versorgung im Uslarer Land noch als gesichert an. Die SPD warnte hingegen vor den Folgen des demografischen Wandels, bevorstehenden Praxisaufgaben und zunehmenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Ärztinnen und Ärzten.

Heidi Emunds
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass wir mit unseren Sorgen leider nicht falsch lagen. Wir brauchen endlich langfristige Lösungen für die Gesundheitsversorgung im Uslarer Land
Heidi Emunds Ortsvereinsvorsitzende

Gesundheitsversorgung ist Daseinsvorsorge

Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist keine freiwillige Leistung, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Menschen im Uslarer Land haben ein Recht auf eine verlässliche hausärztliche Betreuung. Jetzt müssen KVN, MVZ, Landkreis und Kommunen gemeinsam Verantwortung übernehmen und Lösungen finden.
Marlon Weifenbach Bürgermeisterkandidat

Seit der Schließung des Uslarer Krankenhauses im Jahr 2013 hat sich die medizinische Infrastruktur im Uslarer Land Schritt für Schritt verändert. Altersbedingte Praxisaufgaben und die schwierige Gewinnung von medizinischem Personal stellen die Region zunehmend vor Herausforderungen.

SPD fordert Antworten

Um Klarheit über die aktuelle Situation zu erhalten, hat die SPD Uslar/Solling schriftliche Anfragen an die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen sowie den MVZ Gesundheitspark gerichtet.

Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Wie wird die hausärztliche Versorgung ab dem 1. Juli sichergestellt?
  • Welche Maßnahmen laufen aktuell zur Nachbesetzung?
  • Welche Übergangslösungen gibt es für die betroffenen Patientinnen und Patienten?
  • Wie sieht die langfristige Strategie zur Sicherung der Versorgung im Uslarer Land aus?

Die SPD wird die Antworten veröffentlichen und die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen informieren.

Jetzt Petition unterschreiben!

Um den Forderungen nach einer sicheren hausärztlichen Versorgung Nachdruck zu verleihen, hat die SPD eine öffentliche Petition gestartet.

👉 Hier können Sie die Petition unterstützen:

https://www.change.org/HausarztMVZUslar

Jede Unterschrift hilft, den Verantwortlichen zu zeigen, wie wichtig den Menschen im Uslarer Land eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist.

Unterschriftenaktion vor Ort geplant

Zusätzlich zur Online-Petition wird die SPD Uslar/Solling in den kommenden Tagen mit einer Unterschriftenaktion vor Ort starten. Über Termine und Standorte informieren wir rechtzeitig auf unserer Internetseite sowie über die örtliche Presse.

Gemeinsam wollen wir ein deutliches Signal senden: Die Menschen im Uslarer Land dürfen bei der Gesundheitsversorgung nicht abgehängt werden.

Jetzt Petition unterschreiben und mithelfen, die hausärztliche Versorgung in unserer Region zu sichern!